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Archiv für die Kategorie ‘Weeabooism’

Weeabooism – what & why of Fall ’08

Ich sollte endlich aufhören mich darum zu drücken, diesen Blogpost zu schreiben den ich B. versprochen habe und vorankommen. In diesem Post verrate ich, was ich mir von der Anime-Herbstsaison 2008 antue & spoilere Fate/Stay Night für jeden der es noch nicht gelesen hat.
Oder gesehen. Oder beides. Oder weder noch. Und damit gehts auch los.

Fate/Stay Night
Shirou Emiya ist ein stereotypischer Anime / Visual Novel-Hauptcharakter, und mit stereotypisch meine ich dass Nasu sich die schlimmsten Aspekte an ihnen aus einem großen Buch abschrieb und hübsch verpackte. Und ihn so auch noch irgendwie sympatisch machte. Eltern tot, Adoptivater tot, daraus resultierendes altruistisches und unmöglich zu erreichendes Ideal, Besitzer eines Harems, der sich jedoch kein Bisschen Mühe um ihn macht bis es für den Plot nötig wird, unwissender Besitzer eines mysteriösen Artefakts aus der Vergangenheit, unwissender Besitzer einer Fähigkeit die ihm den Plot gewinnen wird, et cetera, et cetera.

Was folgt ist eine zweistellige Zahl von Spieltagen in denen Kampfszenen, Slice-of-Life, fürchterlich blöde Fragen und Nasus fürchterliche H-Szenenskripts ‘mein linker linker Platz ist frei’ spielen, abgerundet durch ordentlichen Soundtrack und hübsche CGs. Nun klingt das, als wäre F/SN schlecht. Weit gefehlt. Wem das Genre und die Präsentationsweise gefällt ist sicherlich gut aufgehoben und kann sich locker 4-7 Tage damit beschäftigen. Nur machen es manche Teilnehmer am fünften Gralkrieg es ein wenig zu einfach, sie zur Zielscheibe für Spott und Hohn zu machen.

In der Reihenfolge in der Wikipedia sie angibt; Shirou ist ein Idiot, Saber ist 90% der Zeit zu steif, Rin muss aufhören tsundere zu sein, Archer ist Shirou aus der potenziellen Zukunft und ein Idiot, nur ein rachsüchtiger, Ilya ist zu süß gemessen daran wie sie konstant versucht hat mich umbringen, Berserker … na ja, Berserker, Sakura ist ZU gebrochen, Shinji ist neben seinem Großvater das größte Arschloch, Rider ist nicht oft genug auf meinem Bildschirm, Kotomine wurde mir nicht gut genug erklärt, ist aber ansonsten ziemlich awesome, Lancer ist nicht oft genug auf meinem Bildschirm, Taiga ist … nein, Taiga ist in Ordnung, Gilgamesh ist großartig, Soichiro hält sich gut für den Unwissenden, der von seinem Servant ironischerweise genutzt wird wie ein selbiger, ist aber eben das, Caster ist ziemlich klasse, ja, und die beiden Assassins sind viel zu rauchig und die Tatsache das True Assassin sich von Kotomine mit seinen Kirchenschwerten fertig machen lässt weil er sich zu sehr auf seinen Noble Phantasm verlässt hilft nicht dabei, ihn ernst zu nehmen.

Fate, die erste Storyline, dreht sich darum wie Shirou versucht mit dem Kopf durch die Wand, bzw. Sabers & Rins Kopf durch viele, viele Wände die Welt zu retten und es sogar hinkriegt. Leider geht ihm dabei Saber verloren. Aww. Unlimited Blade Works dreht sich darum wie Archer sein Vergangenheitsich Shirou vernichten möchte, aber das erfährt man erst sehr, sehr, spät, sodass man die ersten zwei Wochen lang denkt, man wollte nur den Bösewicht verschieben und so eine neue Storyline erschaffen, und Caster hat sich auch sehr gut als Antagonist geschlagen, bis sich herausgestellt hat, dass Archer eine rachsüchtige Schwuchtel ist. Heavens Feel hat den langsamsten Aufbau aller Routen und geht danach sehr, sehr schnell über ins Territorium konstanten Hirnficks. Allein die Erkenntnisse über Sakura hätten auf meinem Laptop (1680*1050) vier verdammte Zeilen in Notepad verschlungen. Fate ist der Einstieg, UBW ist die Vertiefung, und HF ist das große Buch in dem alles drin steht, dass alle Fragen die sich in den ersten beiden Routen gestellt haben, mit vernichtender Präzision beantwortet.

Chaos;Head
Aber genug von F/SN, gehen wir über zu einem anderen VN und zum ersten Teilnehmer an meiner Herbstsaison: Chaos;Head. Takumi Nishijo ist ein Hauptcharakter, und auch er hat div. ihm unbekannte Fähigkeiten, kein Wunder, das Genre ist Supernatural, aber hier enden die Parallelen. Für den Moment. Er verschanzt sich 90% der Zeit in einem Container auf einem beliebigen heruntergekommenen Gebäude irgendwo in Tokio-Shibuya, zockt MMORPGs, guckt Anime, stapelt Figurines, trinkt Cola und kümmert sich um nichts weiter als die Tatsache, dass er genug Credits anhäufen muss, um die Schule zu schaffen, und ist somit nicht nur IMMENS SYMPATISCH, sondern bietet sogar Spielraum für Identifikation.

Während Leute die ihren Zustand noch leugnen sagen, er jammert zuviel und tut zu wenig, hab ich mir gerne jede seine Hirnwindungen angeschaut, einfach weil es den Entwicklern gelungen ist, einen Hauptcharakter zu erschaffen, der ihrer Kundenschicht näher kommt als den Wunschvorstellungen der Kundenschicht. Allerdings nur so lange bis sich herausstellt dass sein komplettes Leben inklusive jüngerer Schwester nur eine in die Realität projizierte Delusion des wahren Takumi Nishijo ist, der aufgrund einer Krankheit die ihn wahnsinnig schnell altern lässt selbst nicht fähig ist, die Welt zu retten, und daher einen Strohmann braucht. So lange, bis sich herausstellt, dass die Welt vor “Noah 2″ geschützt werden muss, eine von einer multinationalen Pharmafirma mit Unterstützung der japanischen Regierung gebauten Maschine, die die fünf Sinne aller Menschen auf der Erde manipulieren soll, damit sie tun was der Antagonist will.

Zu diesem Zeitpunkt verlor ich den Faden. Chaos;Head wurde von manchen Anonymous’ als “Higurashi in Shibuya” bezeichnet, und verdammt ja, wäre es das gewesen, wäre es verdammt genial gewesen. Man nehme einen männlichen Hauptcharakter den nichts mit seinen Artgenossen verbindet, sechs liebenswerte weibliche Nebencharaktere mit großen Schneid- und Stechinstrumenten und fragwürdigen Hintergründen, eine gesunde Portion “was hiervon ist eigentlich real und was nicht”, einen Plot Twist alle 20m, und KABUMM, das ist meine Art von Entertainment. Nur sorgt dafür, dass keine Verschwörungstheorien den Kern des Plots darstellen. Das fand ich schon bei Higurashi irgendwie nervig, vorallem als in Kai die Privatarmee Takanos mit Warner Brothers-Methoden zurückgeschlagen wurde, die ganze Sache mit dem Hinamizawa Syndrome nur ein abartiger Plot war, um einen widerlichen Persönlichkeitskult um sie aufzubauen und so weiter, in diesem Sinne bleibt nur das Warten auf Rei, dass demnächst beginnen soll. DA es ein OVA ist sollten Bedenken wie zeichnerische Qualität keine Rolle spielen, ABER MAN WEIß NIE.

Man verstehe mich nicht falsch. Chaos;Head ist nicht schlecht. Im Gegenteil. Nur eben nicht ganz das, was ich erwartete habe, und nicht immer zu seinem Vorteil.

Gundam 00 S2
Wo wir schon bei Anime mit einer großen Portion ‘technobabble’ sind, die zweite Season von Gundam 00 ist gut. Das heißt, gut, solange man den hoffnungslosen Kampf einiger weniger Auserwählter und weniger Auserwählter gegen eine den ganzen Globus umspannende Diktatur als gut bezeichnet. Das einzige Problem was ich bisher habe ist die Existenz von gleich zwei Fraktionen die scheinbar komplett außerhalb der Kompetenz der Regierung sind, aber dennoch kombiniert genug Einfluss haben, um sie alleine zu stellen, und es sind vielleicht zusammen 12 Mann. Was auch immer das werden soll, ich weiß jetzt schon, ich werde es nicht mögen. Ansonsten verbiegen sich mir jedesmal die Zehen von Setsuna F Seiei seine ‘catchphrase’ “I AM GUNDAM” murmelt. Natürlich gibt er einen guten Kindersoldaten aus dem Nahen Osten ab der jetzt für den Ende allen Kampfes kämpft und nebenbei scheinbar eine romantische Beziehung mit der Staatschefin des verfeindeten Nachbarstaates einzufädeln scheint, aber er ist zu stoisch. Wieso kann er nicht wie Shinji (Eva) einfach mal irgendwann zusammenbrechen und sagen “sorry Jungs, hier gehts nicht weiter”? Selbst Tengen Toppa Gurren Lagann hatte als Super Mecha Anime seine Rückschläge fürs Lager der Guten, und am Ende war der Hauptcharakter der gottverdammte Herrscher des gesamten Kosmos mit entsprechend gigantischem Mechanoiden, wenn auch ohne Frauchen, also kann das kein Argument sein.

Tytania
Bleiben wir noch kurz im Weltall. Tytania ist ein Anime vom selben Macher wie die unter /a/-Veteranen als, nunja, legendär gehandelte “Legend of the Galactic Heroes”, eine Space Opera mit einer großzügigen Portion Preußen aus dem 19. Jahrhundert IM ALL, und lässt sich vermutlich auch genauso an. Wir haben ein allumspammendes Weltraumempire in Form der namensgebenden Familie die im galaktischen Reich die Fäden zieht und ein paar Rebellen die natürlich dagegen sind, und einen Idiot– Hauptcharakter, der unwissentlich mit beiden Füßen in den Konflikt hineintappt und bisher munter von Planet zu Planet gescheucht wird, in dem Versuch der Rebellen sie zu ihrem ‘poster boy’ zu machen und Tytanias Versuch, den scheinbar talentierten Admiral nicht auszuschalten sondern in ihre eigenen Reihen zu rekrutiereten. Und mehr kann man noch nicht sagen, denn Tytania lässt sich Zeit. Und selbst wenn der Anime schnell vorangehen würde – die Subs lassen sich mehr Zeit.

CLANNAD ~After Story
Und nun zu etwas komplett anderem; CLANNAD ~After Story~ sorgt für meine wöchentliche Portion Moe~ und Sunohara. Neben Sarkasmus Tomoya (c) und seinem Liebesdodekahedron waren die Nebencharaktere, deren Routen man im Endeffekt nur durchackern musste, damit Nagisa bei der Geburt von Tomoyas Tochter nicht VERRECKT, fast schon sympatischer als die Haremetten selber und sorgten bei mir für mehr Emo- und Reaktion als das falsche Drama um sagen wir mal, die beiden Zwillingsschwestern Kyou (tsundere) und Ryou (so schüchtern, es ist schon fast nicht mehr lustig). Nachdem Clannad so ziemlich alle Arten von -dere abarbeitete, die die Japaner in den letzten 20 Jahren in mühesamer Kleinarbeit, die Bedürfnisse der örtlichen Otaku optimal zu befriedigen, zusammenbastelten, fehlte ihm eine Art trotzdem noch. Yandere.

Wo. Wo? WO? WO?! An jeder Straßenecke lauert ein zur Zeugung von Nachkommen geeignetes weibliches Wesen, dass sich Tomoya mit einem Mindestmaß an Mühe willig an die Brust wirft, die perfekte Umgebung für Chaos, Blut und eifersuchtinduzierte Tragik Marke NICE BOAT aber Nein, nichts der Gleichen. Das höchste der Gefühle ist dass es Ryou einen Scheiß juckt, wenn Kyou unglücklich ist weil sie ihr Tomoya mit ihrer Hilfe vor der Nase wegschnappt, und Tomoyo zu Gewaltausbrüchen neigt, die aber immer nur an Sunohara auslässt, aber ansonsten nichts in die Richtung, obwohl man von Krebs bis zu mütterlichem Tod bei der Geburt doch so ziemlich alles andere ausprobiert, um auf die Tränendrüse zu drücken.

Und dann gibt es die, die es nicht geschafft haben.
Bonen no Xamdou erschien wie eine interessante SciFi-Story in einem zumindest halbwegs realistischen Umfeld. Das Storytelling jedoch war grausam, wenn man mich fragt, und obwohl ich mich konstant gefragt habe, was hier abgeht, hab ich diese Frage nach Episode 5 ohne besonderen Grund nicht weiterverfolgt.
Tales of the Abyss wollte ich gucken, aber irgendwie war die erste Episode gleich so unspektakulär, dass mir eine große Unterbrechung mittendrin aus anderen Gründen keine große Reue bereitete. Sayonara Zetsubou Sensei wird nochmal an dem Mangel an Untertiteln sterben. Ga-Rei Zero HATTE Potenzial bis Episode 4 versuchte die Zuschauer mit Yuri Fanservice zu ködern. IN EINEM SECHS EPISODEN LANGEM OVA. FUCKDAMN SHITCUNTS.

Das ist ebenso unnötig wie die große Menge an puren Romance-Comedys + Fanservice die auf den Markt geworfen werden. Am hervorstechendsten sind ToraDora!, dessen weiblicher Hauptcharakter eine flachbrüstige Tsundere mit Namen Taiga ist und Kannagi, dessen Untertitel meines Wissens auch “Crazy Shrine Maidens” war. Gemessen an der Popularität der Achselhöhlen von Touhous ureigener Shrine Maiden Reimu Hakurei — kein Interesse. Aber auch wirklich garkeins.

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Fall / Show Lineup 2008

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Code Geass R2 19 — Show der tausend Gesichter

WordPress ist eine Bitch wenns darum geht, Bilder einzeln hochzuladen.

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Ferienbeschäftigungsprogram Teil 03 – Baccano!

Zu Baccano! wollte ich eigentlich folgendes sagen; “das ist was passiert, wenn man Hellsing, Indiana Jones: Der letzte Kreuzzug und Der Pate in einen Topf gibt und einen japanischen Koch kräftig rühren lässt.

Dann jedoch hab ich gemerkt, dass der Pate nicht, wie von mir gedacht, irgendwo um die große Depression herum spielt, sondern nach dem 2. Weltkrieg. Also kann ich nur sagen; “Baccano! ist eine Geschichte vom Geheimnis der ewigen Jugend, den Leuten, die nach ihr suchen, die, die sie schon haben, und die, die davon überhaupt keine Ahnung haben, präsentiert während der oben schon genannten Weltwirtschaftskrise, mit ordentlich Geknatter.

Und wo wir schon bei der Präsentation sind, so hat Baccano! seine ganz eigene Art des Storytellings, was wohl seinem Ursprungsmaterial geschuldet ist, einer Serie von Light Novels. Und zwar wird die Story nicht starr chronologisch runtergeleiert (was wiederrum daran liegen könnte, dass sie zwischen 1711 – 2001 spielt) sondern unterteilt in -laut Wikipedia- acht Standpunkte, die erst am Ende zusammengeführt werden, in einem sehr befriedigenden Ende.

Hervorstechen tun, von links nach rechts,

Firo Prochainezo, in einem kleinen nichts mit der Story zu tun habenden ‘Prolog’ ganz richtig als “Hauptcharakter-Material” beschrieben,

Isaac Dian & Miria Harvent, zwei dumm-dreiste Diebe mit 110 gut gemeinten aber leicht ins Absurde gegangenen Diebstählen, die ‘Comedic Relief’ für die Serie liefern und

Ladd Russo, ein Sadist aller erster Güte, der gerne mal in den Blutlachen herumhüpft, die seine eliminierten Gegner hinterlassen haben, sich darüber freut wie ein Kind, und dessen oberste Priorität im Leben es ist, derjenige zu sein, der seiner heißgeliebten Freundin den Tod beschert (was sie eigenartigerweise nicht im Geringsten zu stören scheint).

Zum Schluss sei gesagt; Baccano! setzt auch außerhalb von Ladd’s Gemetzel neue Maßstäbe in Sachen Sadismus: Drei Unsterbliche verbringen eine Menge Zeit am Grund des Hudson Rivers, wo sie fortwährend ertrinken und sich wiederbeleben.

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Ferienbeschäftigungsprogramm Teil 01 – Gundam 00

Seufz. Ich hab mir eine Liste von Anime / Visual Novels / Doujin Games (sprich: Touhou) zusammen gestellt, um in den Ferien nicht völlig dem Langeweile-induzierten Wahnsinn zu verfallen, und Gundam 00 bekam das “Priveleg” als erstes gezogen zu werden.

(An dieser Stelle sei gesagt, dass ich demnächst eine ‘Weeabooism’-Kategorie einführen werde, damit jeder diese Art von Posts von denen unterscheiden kann, die auf reale Vorgänge bezogen sind.)

Seufz². Man merkt, dass Sunrise hier am Werk war, aber bevor ich mich in die Liste von Story-bezogenen Beschwerden stürze, will ich erstmal aus dem Weg bringen, dass ich Gundam 00 trotz allem mochte und jedem empfehlen würde, der Mecha nicht mit einer Passion hasst.

Die erste Hälfte lang fragte ich mich durchgehend, wo das alles hinführen sollte, und die zweite Hälfte verrät es einem, in der Form von einem Tritt in die Eier nach dem anderen. In keiner spezifischen Reihenfolge also, meine Probleme mit dem Verlauf der Geschichte:

1. Team Trinity
Klar, die Episode in der die drei Trinity Gundams ihren Auftritt machen hat bereits stark danach ausgesehen, als würde irgendein Deus Ex Machina die Gundam Meisters retten, weil die alle am Rande der Gefangennahme / des Todes standen, und eigentlich sollte man dankbar sein, aber Team Trinity erwies sich im späteren Verlaufe als Gruppe von Arschgeigen, was traurig ist, da sie den einzigen Michael der Serie beiheimateten. Meine zweite Beschwerde hat direkt mit ihnen zu tun, aber erstmal wollte ich noch gesagt sehen, dass sie dann ein sehr plötzliches Ende finden, als Michael, sein älterer Bruder und ihre Gundam ein sehr, sehr plötzliches Ende finden.

2. Side Story
Die Austauschschülerin Louise und ihr Freund Saji haben mit dem ganzen politisch-militärischen Kram nichts am Hut, werden aber fortwährend unwillens darin involviert. Sei es Terrorismus gegen die Handlung von Celestial Being, die in Gundam 00 den Krieg mit Interventionen gegen die kriegführenden Parteien beenden wollen, oder der scheinbar aus Langeweile geflogene Angriff auf eine Hochzeit in Nordspanien durch Nena Trinity, der Louise beide Eltern und einen Arm kostet, oder der spätere Tod von Sajis älterer Schwester, die in ihren Recherchen (sie ist Journalistin) über die Ursprünge von Celestial Being ein wenig zu tief gräbt. Sunrise führt diese Charaktere ein, macht sie sympatisch, und nimmt ihnen danach alles weg, was ihnen lieb und teuer ist.

3. Beobachter werden zu Prota-/Antagonisten
Wang Liu Mei und Alejandro Corner sind angeblich nur Beobachter, wandeln sich jedoch zum Ende hin zu den Leuten, die scheinbar irgendwelche Fäden in der Hand halten. Wang (hihi.) entpuppt sich als Pragmatikerin, die sich die Veränderung der Welt so sehr wünscht, dass ihr a) die Mittel egal sind und b) die Zerstörung der Welt eine Alternative für sie ist, wenn sie es nicht schafft. Alejandro hat ganz andere Pläne, er will die Welt und Celestial Being für sich beanspruchen, scheinbar ein 200 Jahre alter Traum der Familie, reist zum Mond, dem Zentrum des von Celestial Being benutzten Computersystems VEDA, der reinzufälligerweise auch das Grab von CB-Gründer Aeolia Schenberg ist, zieht sich ein Raumschlachtschiff inklusive persönlichem Mecha aus dem Arsch und versucht, CB den Gar aus zu machen. Er schafft es nicht, natürlich, aber in einem weiteren Twiiiiist entpuppt sich sein bisheriger Helfer, Ribbons Almark, ebenfalls als aus dem Hintergrund manipulierendes Arschloch.

4. Endgame
Irgendwann führen all diese Dinge zu einem Endkampf im Weltall, wo sonst, und plötzlich schaltet Sunrise in den Genozid-Modus und killt die Hälfte der Charaktere. Erneut, in keiner spezifischen Reihenfolge, MIA oder KIA:
- Setsuna F. Seiei (Pilot GN-001 Gundam Exia)
- Lockon Stratos (Pilot GN-002 Gundam Dynames)
- Christina Sierra (CB Taktischer Operator)
- Lichtendahl Tsery (Steuermann des CB-Raumschiffs Ptolemaios)
- Joyce Moreno (Bordarzt der Ptolemaios)
- Alejandro Corner (siehe oben)
- Daryl Dodge (UNION Master Sergeant)
Der einzige, ders wirklich verdient hätte, der Söldner und Kriegsfetischist Ali Al-Sarchez, überlebt die ganze Geschichte, auch wenn ihn das Einkehren von Frieden auf der Welt mehr als anpisst. Einkehren von Frieden? Ach ja …

Vier Jahre nach der Endschlacht scheint die Welt es begriffen zu haben, und löst alle nationalen Armeen auf, sie gehen fortan in der Armee der UN auf, die den Planeten beschützen soll. Aus irgendeinem Grund ist das den ‘Innovators’ um Ribbons Altmark und den Überresten von Celestial Being um Wang Liu Mei nicht genug, und sie bereiten sich bereits auf neue Schlachten vor. Der Anime endet mit den Worten ‘MISSION INCOMPLETE’ (und geht danach über in eine Vorschau von Code Geass R2, aber darum gehts hier nicht), und eine zweite Staffel wird Oktober 2008 erwartet, was, wenn meine “Berechnungen” stimmen, mit dem Ende von Code Geass R2 einhergeht.

Seufz³. Marathons sind bösartig.

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Code Geass R2: The day the devil awakens … again?

-Dies gleich voran: Dieser Beitrag ist womöglich nicht für alle geeignet.-

Im Stile von Vorlage und diesbezüglich Vorbild meidocafe.jp werde ich heute den Beginn der 2. Staffel von Code Geass gründlich auseinander nehmen.

Lelouch alias Zero ist tot! Es lebe …

Fabulous Gedächtnisverlust-Lelouch! Slice of Life-Faktor über 9000, Bedrohung für Britannia: Zero. Haha.

Und auch unter dem Rest des Widerstandes: Bestandsaufnahme! Die sind weg …

… die hier sucht man noch. Na ja, eigentlich war es ja zu erwarten, dass die beiden Zivilisten, der voyeuristische Medienmogul und die Ex von Lloyd davon kommen.

Und, äh, wer ist das hier? Lelouch hatte einen Bruder mit dem sympatischen Namen Rollo (manchen besser bekannt als kreisrunde Süßigkeit, die man sich gut einteilen sollte), und wir erfahren das erst nach einer kompletten Staffel?

Entertainment ala Britannia. Kulturell eher in Rom anzusiedeln, die homoerotische Spannung wurde aus Griechenland importiert.

Das ist nicht wonach es aussieht und nur einer von beiden wünscht sich, dass es doch so wäre. PROTIP: Der- oder diejenige hat keinen Penis. Ja, ich weiß, schwierig, schwierig …

Im hochzivilisierten Britannien ist man über die sozialen Differenzen zwischen Mafiabossen und Schülern hinweggekommen und spielt vergnügt Schach miteinander.

Plötzlich: ZEPPELIN! Ein in den letzten 100 Jahren immens unterschätztes Vehikel, mit dem man doch exzellent Werbung betreiben und Wolkenkratzer angreifen kann. Ich hab übrigens zwei schlechte Sprüche auf Lager, die das mit dem 11. September ’01 in Verbindung bringen.

Das Design der Charaktere der chinesischen Union ist … gewöhnungsbedürftig, sowohl der Eunuch im Vordergrund als auch sein Bodyguard im Hintergrund.

Fabulous!

Fanservice-Machine, launch!

Fangen ist eine schwierige Angelegenheit, gefangen werden scheinbar noch mehr. Aber keine falsche Panik, seine Plot Armor rettet den unwissenden Zero.

Unterdessen macht die Schülervertretung das, was sie am besten kann: Zeitung lesen, Gartenpflege betreiben und sich ihre eigenen Knightmares bauen.

Zurück in der Handlung! C.C. Pizzabutt returns! Und wird auch prompt wieder abgeknallt.

Big Brother ist seinem Heimatland, Ozeanien, oder doch Britannia, treu geblieben. Totale Überwachung, ob 1984AD oder 2018ATB.

Psychiater raten davon ab, Gedächtnisse auf diese Art und Weise wiederherstellen zu wollen.

Suzaku! Selbst in einem Flashback hasse ich ihn immernoch wie die Pest.

Wieso geben Flammenwerfer in Code Geass eigentlich violette Flammen ab? Ach, egal.

Ich hasse ihn auch in der Gegenwart. Umso mehr, seitdem er zu einer von des Emperors drei linken Händen befördert wurde und schwört, Zero mit seinen ganz ureigenen Händen zu erledigen, was er die ganze letzte Staffel über nicht gebacken bekommen hat.

Lange Rede, kurzer Sinn: Abwarten. Die erste Episode ist noch lange nicht genug, um sich mit sich selbst darüber einig zu werden, ob das ganze ein Verkehrsunfall wird, wo man nur hinsieht, weil man nicht wegsehen kann, oder ob man das sogar ohne Schuldgefühle gucken kann.

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